Im Test: Sniper Elite V2

Dunkel Hell
Top News
Im Test: Sniper Elite V2

Wieder einmal versetzt ein Shooter den Spieler ins Szenario des 2. Weltkrieges. Ausgerüstet mit einer Sniper, muss der Spieler den Protagonist, ein US-Soldat, durch die Level führen. Ich habe mir den Titel mal etwas genauer angeschaut. Bei der Vielzahl an Shootern die sich selbiger Schauplätze bedienen, war ich mir nicht sicher, ob der Titel überzeugen kann.

Als Aufgabe gilt des den Start einer Giftgas-Rakete der Nazis zu verhindern. Bis dahin müssen aber immer wieder andere Aufgaben in den 10 Level gelöst werden. Dies bedeutet dann schleichen, schleichen und nochmals schleichen. Wer lieber offensiv an die Sache ran geht, kann dies natürlich auch, denn es gibt auch eine Schnellfeuerwaffe sowie eine Pistole. Hier sollte aber bedacht werden, dass der Feind einen dann recht schnell findet und nicht alleine am eigenen Versteck aufschlägt. Somit sollte man Verstecke suchen und die Umgebung nutzen. Das legen von Fallen hält den Gegner gerne mal auf und verschafft etwas Zeit. Gibt es in der Umgebung Lärm, weil beispielsweise etwas explodiert, hören die Gegner die Schüsse auf die Kameraden nicht und das eigene Versteck ist weiterhin sicher. Nach Möglichkeit sollten Leichen versteckt werden, denn auch das Entdecken führt dazu, dass die KI jagt auf einen macht.

Da das Spiel aber ?Sniper Elite V2? heißt, sollte natürlich auch die Sniper genutzt werden. Visiert man einen Feind an, wird beim Zielen kurz die Luft angehalten und das Herz des Protagonisten ist zu hören. In diesem Moment läuft das Spiel etwas langsamer ab und das Zielen wird erleichtert ? Je nach Spielschwierigkeit gibt es eine Zielhilfe oder aber auch realistisches Verziehen. Ein paar Abschüsse werden dann noch mal besonders hervorgehoben, in dem in Zeitlupe gezeigt wird, wie die Kugel durch Gegenstände geht und im Ziel einschlägt. Hierbei wollten die Entwickler wohl den Sound recht real halten, jedoch ist dieses Schmatz-Geräusch beim Einschlag mehr eklig als real und zudem auch immer gleich. Zu diesem Thema aber später mehr. Nach ein paar Stunden ist der Spielspaß dann auch schon vorbei, in denen man sich von Punkt A nach Punkt B um Gegner schleichen muss um dann eine Aufgabe zu erfüllen.

Die Grafik ist nicht ganz so schick wie die von anderen bekannten Titeln, die sich an gleichen Schauplätzen abspielen, durchaus aber akzeptabel. Lediglich der Sound ist etwas zu flach. Die Geräusche beim Schießen und auch beim aufnehmen von Gegenständen hören sich etwas dumpf und auch immer gleich an. Hier hätte es doch etwas realer sein können, wobei das oben erwähnte ?Schmatz?-Geräusch auch nicht gerade real rüber kommt.

 

Anzumerken sein noch, dass in Deutschland die X-Ray-Kamera herausgenommen wurde. Wie ich finde auch zurecht, denn muss man wirklich sehen, wie die Kugel die Knochen des Gegners durchdringt? Aber hier gehen die Meinungen wohl auseinander, denn wer lässt sich schon gerne Vorschreiben, was er ? wenn Volljährig ? im Spiel sieht und nicht.

Wem die Kampagne nicht reicht, kann sich ebenfalls im Multiplayer und im Koop versuchen. Zum Koop sei gesagt, dass es genau wie im Single-Player ist, nur halt zu zweit! Der Multiplayer darf heute bei keinem Shooter fehlen, somit kann auch mit diesem noch etwas Spielspaß gewonnen werden.

Der Preis schreckt aber dann doch sehr ab, werden gut 50 Euro verlangt. Für das was geboten wird dann doch etwas arg happig. Wer jedoch das Snipern mag und sich auch damit anfreunden kann, dass gewisse Effekte herausgenommen wurden, sollte zugreifen.

Mein Fazit:
Mir persönlich hat der Titel nicht ganz so gut gefallen, da ich zugeben muss, dass ich lieber offensiv über eine Map laufe und nicht Minuten umherschleiche um die beste Abschussposition zu finden. Dennoch fand ich Sniper Elite V 2 einen netten Zeitvertreib.

Kommentare geschlossen.