Im Test: Max Payne 3

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Im Test: Max Payne 3

Neun Jahre hat es nun gedauert bis die Story um den tragischen Helden Max Payne weiter geht. Nach dem Tod von Frau, Kind und einer weiteren Geliebten ist Max ganz unten angelangt. Die meiste Zeit verbringt der Ex-Cop betrunken und unter Schmerzmitteln (Painkillers) in seinem Appartment oder der Bar um die Ecke. Bis er ein Jobangebot als Privater Sicherheitsmann in Sao Paulo erhält. In der Hoffnung sein Leben wieder etwas in den Griff zu bekommen zieht Max nach Brasilien um dort für die Branco Familie zu arbeiten. Sie sind einer der reichsten Familien in Sau Paulo und haben viele Feinde, was Max zu spüren bekommt als sowohl die Frau von Rodrigo Branco, Fabiana und ihre Schwester Giovanna von einer Streetgang entführt werden. Wieder einmal gelingt es Max nicht die Menschen zu schützen die er schützen soll.

Die Max Payne typische, düstere und tragische Story wird wie schon in den Vorgängern durch die depressiven und auch zynisch witzigen Selbstgespräche von Max vorangetrieben. Immer wieder dürft Ihr seine Gedankengänge mitverfolgen und ab und an auch Erinnerungen miterleben, die Ihr dann als Rückblenden selber Spielen dürft. So erfahrt ihr dann z.B. wie es Max von New Jersey nach Sau Paulo verschlagen hat. Um die Ladezeiten zu verbergen gibt es allerhand Zwischensequenzen die durch unterschiedliche Filter und Einblendungen sehr stylisch und stimmig inszeniert werden.

Spielerisch ist Max Payne ein reinrassiger Third-Person-Shooter der die Schießereien klar in den Vordergrund stellt. Durch das töten von Gegnern füllt sich eure Bullettime-Leiste. Mit ihr lässt sich dann die Zeit verlangsamen um die sehr Treffsicheren Widersacher leichter ausschalten zu können. Mit der Bullettime lassen sich auch so genannte „Shootdodges“ ausführen, das sind stylische Hechtsprünge in Zeitlupe die schon in den Vorgängern für jede Menge Spielspaß sorgten. So könnt ihr z.b. in einen Raum hechten und im Flug schon die ersten Gegner plätten. Aber Vorsicht, dank der sehr realistischen Physik bleibt Max an Gegenständen hängen oder knallt gegen Wände. Max kann dann zwar im Liegen weiter schießen aber bis Ihr aufgestanden seid gebt ihr ein leichtes Ziel ab. Anders als in den meisten aktuellen Shootern füllt sich Max seine Energie nicht von alleine auf, stattdessen benötigt Ihr Schmerzmittel (Painkillers) die als Medipack dienen. Solltet Ihr dennoch einen tödlichen Treffer kassieren habt Ihr noch einen kurzen Moment Zeit um den Schützen zu töten und selbst am leben zu bleiben. Dies kostet allerdings einen Painkiller, habt Ihr keinen mehr dabei heißt es „Game Over“. Dies kommt leider etwas öfter vor, da die Gegner schon auf dem normalen Schwierigkeitsgrad nicht zu unterschätzen sind. Sie rücken geschickt vor und versuchen euch zu Flankieren oder gar von Hinten anzugreifen. Um die Ballereien etwas abwechslungsreicher zu gestalten, gibt es jetzt ein Deckungssystem was auch sehr gut funktioniert und euch hier und da den Arsch rettet.

Neben der Singleplayer Story gibt es auch wieder den „New York Minute“ Modus und „Score Attack“. Bei Ersterem habt ihr für jedes Level eine Minute zeit und jeder Kill bringt euch wertvolle Sekunden. Bei Letzterem Sammelt ihr Punkte durch Kills inklusive Multiplikatoren. Neu in der Serie ist der Multiplayer Modus. Neben klassischen Deathmatch und Team Deathmatch gibt es die Modi „Pain Killer“ und „Gang Wars“. Bei „Pain Killer“ schlüpfen zwei Spieler in die Rolle von Max und Passos und müssen sich gegen den Rest der Spieler durchsetzen. Bei „Gang Wars“ Spielt Ihr Szenen aus dem Singleplayer als Multiplayer-Schlachten nach. Erwähnenswert ist das selbst im Multiplayer die Bullettime zum Einsatz kommt. Damit das nicht im Chaos endet, werden nur die Spieler beeinflusst die im Sichtfeld des Spielers sind, der die Bullettime auslöst.

 

Was Grafik und Sound angeht passt sich beides der sehr guten Story und dem sehr guten Gameplay an. Die Levels überzeugen mit vielen Details und jeder menge zerstörbarer Einrichtung. Die Charaktere sehen realistisch aus, Max Animationen sind butterweich und die Effekte können sich sehen lassen. Wie von Rockstar gewohnt ist das gesamte Spiel mit der Original Synchronisation versehen. Für die deutschen Zocker gibt es wie immer einen Untertitel. Alles andere wäre auch irgendwie fehl am Platz, denn die markante Stimme von Max trägt sehr viel zur düsteren und depressiven Atmosphäre bei. Die super Waffensounds tragen den Rest dazu bei, dass Ihr euch wie in einem Actionfilm fühlt. Wenn dann noch die typische Max Payne Musik im Hintergrund läuft, ist es genau wie früher.

Zum Abschluss kann ich hier nur eine ganz klare Kaufempfehlung für Actionfans und Fans der Serie aussprechen. Eine gelungene Story um einen tragischen Helden mit ordentlich Action und einem gesunden maß an Gewalt. Max Payne 3 ist ein würdiger Nachfolger der Serie!

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