Mit Castlevania: Harmony of Despair steht als Dritter, natürlich ebenfalls vorerst Xbox-exklusiver Titel im Fokus der Summer of Arcade.
Die Serie um Vampirjäger, verwinkelte Schlösser und dunkle Magie hat bereits seit 13 Jahren ihren festen Stellenwert in der Spielegeschiche eingenommen. Doch Castlevania HD ist komplett anders als seine Vorgänger und dennoch wohl vertraut von der ersten Sekunde. Der Clou: Diesmal sind wir nicht alleine auf Monsterjagd sondern durchstreifen die sechs seperaten Level mit sechs Freunden, online und kooperativ.
Dieses Castlevania hat nämlich weder Story noch richtigen Hauptcharakter, sondern läßt uns die Wahl aus zu Beginn sechs frei wählbaren, alten Bekannten: Soma Cruz aus den Nintendo DS-Teilen “Aria-” und “Dawn of Sorrow”, Jonathan und Charlotte aus Portrait of Ruin (ebenfalls DS), aber auch Alucard aus dem legendären Symphony of the Night und Shanoa aus dem letzten DS-Castlevania namens “Order of Ecclesia”. Alle Charaktere haben unterschiedliche Fähigkeiten und spielen sich anders. So können manche Charaktere bessere Waffen finden und ausrüsten, während andere von erlegten Feinden die Eigenschaften erlenen oder absorbieren können. Nach der Wahl des Charakters geht es auf die Jagd nach dem Endboss. Um die Sache noch zu erschweren, tickt auch noch ein unbarmherziges Zeitlimit herunter. Befindet man sich auf der höchsten der 3 Zoom-Stufen wirkt das Zeitlimit gleich noch einen Tick schwerer und der Endboss noch eine Schippe schwerer. Völlig herausgezoomt nehmen die Level geschätzt eine Fläche von 40-50 Nintendo DS-Bildschirmen ein, die man einander geklebt hätte. Das Besondere: diese Ansicht dient nicht nur der Übersicht, sondern man kann auch hier laufen und kämpfen und bei späteren Endbossen, die unsere Figur um den Faktor 50 überragen, wird dies auch spielerisch notwendig. Das dies alles flüssig läuft liegt natürlich auch an der Pixel-Grafik. Castlevania HD nutzt zu einem Großteil die Sprites und Pixelanimations-Grafiken aus den DS-Vorgängern.
Castlevania HD ist Teamwork pur, geöffnete Schatztruhen werden fair an alle Mitspieler verteilt, auch wenn diese sich am anderen Ende der Karte befinden so dass sich niemand streiten muss und sich alle auf das gemeinsame Ziel konzentrieren können. Zwar kann man Castlevania HD auch alleine spielen, viele Rätsel sind aber nur durch gemeinsames Vorgehen zu lösen und auch das Zeitlimit lastet beim Sologang deutlich schwerer auf den Schultern, da die Startpositionen oft so gelegt sind, dass Aufgaben parallel erledigt werden können. Wem dass alles zu friedlich und freundlich ist, kann auch den Versus-Modus starten, bei dem jeder für sich selber verantwortlich ist.
Die Musik ist Castlevania-typisch großartig und versetzt Veteranen sofort in einen Nostalgie-Modus, so dass diese sich sofort heimisch fühlen werden. Das ist aber auch wichtig, wenn das Spiel gibt sich auch nostalgisch schwer. Eine gewisse Frusttoleranz sollte man mitbringen, es gibt keine Speicherpunkte innerhalb der Karte. Im Mehrspielermodus können die Mitspieler einen Spieler wiederbeleben, im Singleplayer muss man komplett von vorne anfangen. Es lohnt sich also, immer einen Partner dabei zu haben.















13. August 2010
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