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Xbox 360PlayStation 3 Review: Operation Flashpoint: Dragon Rising

8. Februar 2010 von: s0ul
Review: Operation Flashpoint: Dragon Rising

2001 veröffentlichte Codemasters einen Taktik-Shooter der Extraklasse. Durch seinen enormen Realismus hatte der Titel in kürzester Zeit eine enorme Fangemeinde aufgebaut. Einziges Manko: der Titel erschien ausschließlich für den PC. Gute acht Jahre später veröffentlicht Codemasters nun den Nachfolger Operation Flashpoint Dragon Rising auch für Konsolen. Ob dieser seinen Vorgänger übertrumpfen kann, lest ihr hier.Story
Dieses Mal führt euch das Geschehen nach Skira, einer Insel nahe Japan. Hier wurden vor kurzem Erdölreserven entdeckt, die die chinesische Regierung sofort für sich beanspruchen will. Leider ist die Insel in russischem Besitz und die Chinesen starten eine Großoffensive. Als der Kampf für die Russen schon verloren scheint, fordern sie die amerikanische Armee als Verstärkung an, um die Insel und die kostbaren Rohstoffe zu verteidigen. Als Mitglied des U.S. Marine Corps seid ihr von nun an mitten drin statt nur dabei.

Gameplay
Ihr kommandiert ein dreiköpfiges Team, wo wir auch schon gleich beim größten Pluspunkt des Spiels sind. Denn ihr habt die Möglichkeit die gesamte Kampagne – bestehend aus 11 Missionen – mit drei Freunden online zu absolvieren. Jede Mission ist mit einem Primärziel und vielen, kleinen Sekundärzielen gefüllt. Trotz der enormen Größe der Spielwelt von sage und schreibe 221 km², habt ihr dank der Karte und der vielen Wegpunkte immer einen guten Überblick. Ausser ihr traut euch von Anfang an an den Hardcore-Modus heran. Denn der macht seinem Namen alle Ehre und lässt euch lediglich nur mit einer Karte und einem Kompass durch die Gegend irren. Doch für Fans von Realismus ist das genau das Richtige. Für Anfänger oder Gelegenheitsspieler würden wir aber einen der einfacheren Schwierigkeitsgrade empfehlen. Denn meist reicht nur ein einziger Fehler und ihr seht den Game Over-Screen. Das ist besonders ärgerlich, da es im Harcore-Modus keine Kontrollpunkte wie in den anderen Schwierigkeitsgraden gibt.

Solltet ihr mal keine Freunde mit euren Mitzockern haben, könnt ihr das Ganze natürlich auch mit KI gesteuerten Kameraden machen. Euren Untergebenen gebt ihr dann mit Hilfe des Radial-Menüs Befehle. Dies klappt erstaunlich gut und mit etwas Übung führt ihr eure Kameraden ohne Probleme über das Schlachtfeld. Aber leider ist die KI nicht ganz makellos. Des öfteren machen sie nicht gerade das, was man von ihnen verlang. Da muss man dann leider ein bischen nachhelfen und korrigieren, damit sie sich auch so positionieren, wie man es gerne möchte. Leider teilen sich die Gegner die selbe KI wie die eurer Kameraden, so dass diese ab und an ein leichtes Ziel abgeben. Natürlich seid ihr nicht nur zu Fuß unterwegs. “Dragon Rising” bietet eine Fülle an Fahrzeugen. Vom einfachen Jeep bis hin zum Kampfhubschrauber ist alles vertreten. Diese unterscheiden sich dann jeweils noch vom Design, je nachdem von welcher Nation sie sind. Dazu kommt eine ordentliche Auswahl an Original Waffen und Zubehör, die den schweren Kriegsalltag erleichtern.

Grafik
“Dragon Rising” kommt mit einer stilvollen und bedrückenden Optik daher. Bis auf die etwas holprigen Animationen der Teamkameraden und der Gegner sieht es wirklich gut aus und das sorgt für eine ordentliche Atmosphäre. Die Waffen und Fahrzeuge wurden mit Liebe und viel Aufwand nachgebildet und sehen super aus.

Sound
Auch der Sound trägt zur guten Atmosphäre von “Dragon Rising” bei. Die Waffen und Fahrzeuge klingen realistisch und die Explosionen sehen nich nur gut aus, sondern machen auch ordentlich Krach. Der Soundtrack ist stimmig und sorgt schon im Hauptmenü für die richtige Stimmung. Einzig die Sprauchausgabe ist nicht ganz so gut gelungen. Die Funksprüche und die Kommentare eurer Kameraden wirken sehr mechanisch.

Multiplayer
Neben dem Online Koop-Modus gibt es noch zwei Multiplayermodi, die sich online spielen lassen. Im Modus “Vernichtung” treten acht Spieler in klassischer Deathmatchmanier gegeneinander an. “Ilfiltration” ist da schon etwas anspruchsvoller. Hier muss ein Team ein bestimmtes Gebiet verteidigen, während das andere versucht einzudringen. Für jeden Modus stehen jeweils zwei Karten zur Verfügung, was einfach zu wenig ist. Hier handelt es sich eher um eine nette Dreingabe als um einen richtigen Onlinemodus, wie man ihn aus “Call of Duty” kennt.

Fazit
“Dragon Rising” ist durch und durch ein reiner Taktik-Shooter und nichts für Freunde der schnellen Action. Diese sollten dann doch eher zu “COD” greifen. Aber wer auf wirklichen Realismus steht und das Gefühl liebt, wenn man sich vor feindlichen Beschuss im Dreck versteckt und weiss, dass jede Bewegung die Letzte sein könnte, für den ist “Dragon Rising” genau das Richtige. Dazu kommt der sehr gute Koop-Modus.

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